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Runde Tische

Hier finden Sie die Ergebnisse des 4. Runden Tisches der Initiative:

Veranstaltungsdatum: 17.03.2014

Was ist geschehen?
1.1. Mahnwachen
Die Anzahl der Besucher blieb von der 1. bis zur letzten Mahnwache erfreulich hoch. Die Mahnwachen waren sehr eindrucksvoll gestaltet. Ein Dank geht besonders an Herrn Irion, der für die Organisation sorgte, und an Herrn Schidelko, Herrn Lörcher und Herrn Engelke für die Vorbereitung und das Vortragen der Texte.
Im Herbst werden die Mahnwachen wieder aufgenommen.

1.2. Gespräch mit Fraktionsvertreter/innen der CDU und der Freien Wähler
Es lagen zwei Papiere über den Verlauf des Gespräches vor, da über ein gemeinsames Erinnerungsprotokoll keine Einigung erzielt werden konnte. Das eine hatte Frau Breuning aus ihrer Erinnerung zusammengestellt, das andere ergänzte dieses Papier aus der Sicht der Gesprächsteilnehmer vom Runden Tisch.
Herr Werne, Herr Lörcher und Herr Rüter-Ebel berichteten von dem Gespräch:
  • Der Beschluss, keine Stolpersteine zu verlegen, steht weiterhin für die Fraktionsteilnehmer/innen nicht zur Diskussion.
  • Die beiden Fraktionen bestehen darauf, dass dem Gemeinderatsbeschluss keine weiteren Aktionen seitens des Runden Tisches folgen sollten.
  • Den Teilnehmern des Runden Tisches fiel übereinstimmend auf, wie stark sich die Fraktionsteilnehmer/innen emotional betroffen fühlten.
  • Positiv wurde der Gemeinderatsbeschluss vom Runden Tisch aufgenommen, auch die Zeit des Nationalsozialismus wissenschaftlich aufarbeiten zu lassen.
  • Es wurde auch als sinnvoll empfunden, das Gespräch gesucht und durchgeführt zu haben.
In der anschließenden Diskussion kamen folgende Punkte zur Sprache:
  • Es liegt offensichtlich wenig Wertschätzung seitens der Fraktionsteilnehmer/innen über ein bürgerschaftliches Engagement vor.
  • Es stehen sich zwei unterschiedliche Konzepte, wie politisches Handeln gestaltet werden sollte, gegenüber.
  • Eine fundierte historische Forschung erfordert mindestens zwei Jahre. Die Forderung, bis dahin alle politischen Aktivitäten einzustellen, wird als ein politischer Maulkorb empfunden.
  • Es ist auch noch offen, wie weit die wissenschaftliche Aufarbeitung zurückgefahren wird – es gibt dazu bereits mehrere Äußerungen - und nur aus der Defensive heraus zugestimmt wurde.
  • Es ist kein Entgegenkommen seitens der beiden Fraktionen erkennbar.

Grundsätzliche Bemerkungen
Herr Liepold stellt aus seiner Sicht dar, welche Mängel er bei der Arbeit der "Initiative Stolpersteine" sieht, um sie als eine Initiative von Bürgern für Bürger ansehen zu können.
  • Die jüdische Gemeinde hätte stärker eingebunden werden müssen.
  • Man hätte sich auch an andere gesellschaftliche Organisationen wenden sollen und versuchen, sie in die Arbeit einzubinden.
  • Die Initiative ist nicht rechtsfähig.

Was ist geplant
3.1. Vereinsgründung
Herr Brandes, Herr Engelke, Herr Leute und z.T. auch Herr Liepold haben einen Entwurf für eine Vereinssatzung entworfen. Herr Leute und Herr Engelke berichten, welche rechtlichen Vorgaben bestehen, um einen Verein zu gründen. Wichtig ist die Gründungsversammlung, die am 12. Mai um 20.00 Uhr im Martin-Luther-Haus stattfinden soll.
3.2. Podiumsdiskussionen
Es liegen der Flyer und die Stichpunkte für die inhaltliche Gestaltung für die Podiumsdiskussionen vor.
Frau Kuchta-Papp und Herr Heitner stellen dar, welche Ziele mit den Podiumsdiskussionen verfolgt werden sollen (eine breitere Diskussion ermöglichen, weitere Menschen am Thema interessieren, das Thema in der Öffentlichkeit tragen) und welche Inhalte sie haben sollen (geschichtliche Sicht auf Erinnerungskultur nicht nur in VS, fundierte Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Kunstprojekten zum Thema und auch mit dem Kunstprojekt Stolpersteine).
Nach kurzer Diskussion wird ein Meinungsbild erstellt : Die Versammlung stimmt nahezu vollständig zu, dass die Podiumsdiskussionen durchgeführt werden, und dankt Frau Kuchta-Papp und Herrn Heitner für die Vorbereitung.
3.3. Film "Stolperstein" von Doris Franke
Der Film "Stolperstein" von Doris Franke, der die Arbeit des Künstlers Gunter Demnig anschaulich, informativ und dezidiert darstellt, wird am 20. Mai 2014 am Abend vom Guckloch Kino gezeigt werden (Spiellänge 76 min.).

Verschiedenes
  • Der Kontakt zur jüdischen Gemeinde in Rottweil soll unbedingt aufrecht erhalten werden. Herr Irion wird daraufhin angesprochen werden.
  • Ob und wann ein weiteres Gespräch mit Vertretern der Freien Wähler und der CDU geführt werden soll, wird auf den nächsten Runden Tisch vertagt.
  • Es soll darauf geachtet werden, dass man das Gedenken nicht auf die jüdischen Opfer begrenzt.
  • 10.Klässler der Schule St. Ursula werden die Arbeit zu den virtuellen Stolpersteinen weiterführen (auch der SWR3 berichtete darüber).
  • Stolpersteine zu den Lampedusa-Flüchtlingen wurde von einem Waldorf-Schüler erstellt und im Umweltzentrum ausgestellt.